esterno chiesa matrice manduria

Vorderansicht

Versteckt in einer kleinen Seitengasse dieses dicht besiedelten Teils der Altstadt, zieht die heute bestehende Kirche mit ihrer eleganten Fassade alle Blicke der vorbeilaufenden Besucher auf sich. Erbaut wurde sie anfangs des 15. Jh. auf den antiken Bauten des Ruggero und gegen Ende des 16. Jh. fertiggestellt. Wie für die Bauten dieser Zeit üblich, ist das Gebäude nach Westen ausgerichtet, sodass das Kreuz des Altars von den Strahlen der aufgehenden Sonne, welche durch die Fenster der Apsis eintreten, beleuchtet wird.  Im zentralen Bereich der Fassade befindet sich hoch über den Köpfen der Besucher eine prachtvolle Rosette, aus lokalem Stein gefertigt; die dreifache Krone mit Reblingen und Heiligenfiguren umschließt das bunte Kirchenfenster, in dessen Mitte sich ein strahlender Kelch befindet. Es gibt insgesamt drei Eingänge, zwei seitlich aus dem 16 Jh. und einen Haupteingang 1532 datiert.

interno chiesa matrice manduria

Innenraum

Betritt man die Kirche durch den Haupteingang, springt dem Besucher sofort die majestätische Erscheinung des Gebäudes ins Auge, welches, obwohl zu unterschiedlichen Epochen und in verschiedenen Stilen erbaut, Harmonie und guten Geschmack vorzeigt. Die nach den Renovierungen unbedeckt gelassenen Gemäuer aus lokalem Stein, haben mit der Zeit einen warmen, fast goldigen Farbton angenommen. Der kreuzförmige Grundriss gliedert sich in fünf Schiffe auf unterschiedlichen Ebenen. Die beiden äußeren entstanden als unabhängige Kapellen. Das zentrale und zugleich das höchste Schiff wird von 12 Säulen mit Kapitellen unterstützt, deren Basis mit Blättern, Delfinen oder Masken verziert wird, welche die 4 Lebensabschnitte des Menschen repräsentieren. Darauf ruhen schwunghafte Rundbögen.

Betrachtet man das äußerste Schiff, findet man die Taufkapelle aus dem 15 Jh. Das Becken wurde aus einem einzigen Steinblock gefertigt und die Innenseite ist mit Abbildungen Jesu und der 12 Apostel geschmückt. Getragen wird das Becken von einer einfachen Säule, an dessen Basis das Datum 1534 eingraviert wurde.

 
 
 
 
abside chiesa matrice manduria

Die apsis

Am Ende der Apsis befindet sich der Hauptaltar aus Marmor, 1791 gefertigt und der „ S.S Trinitá“ gewidmet. Im Chorraum wurde 1970 ein moderner Altar  aus Nussholz angebracht, auf dem das Letzte Abendmahl eingraviert wurde. Das Werk stammt von dem mandurianischen Handwerker Vincenzo Sammarco. Der antike Altar weist 14 Steinstatuen auf, die zu einem späteren Zeitpunkt vergoldet wurden.

 
campanile chiesa matrice manduria

Der glockenturm

Angefügt an das Hauptgebäude findet man den Glockenturm. Einige stilistische Merkmale lassen die Erbauung auf das 15 Jh. zurückführen, auch wenn einige Historiker behaupten, der Turm sei im 12 Jh. errichtet und vielleicht sogar als Zivil- oder Militärturm gebaucht worden. Der Glockenturm in seiner heutigen Form ist das Resultat zweier Epochen: Die Antike spiegelt sich in den ersten beiden Stockwerken wider, die letzten drei Stockwerke weisen Merkmale späterer Epochen auf.  Aus diesem Grund findet man an den Fenstern des Zentralschiffs wellige Rahmen.

Wie alle Glockentürme der Region Apulien hat auch dieser einen quadratischen Grundriss, hat 5 Stockwerke und ist mit Rahmen überlagert. Die besagten Rahmen sind mit Masken, Hippogryphen und Säulen verschiedenster Art verziert. Weitere Säulen dekorieren die Kanten. Der obere Teil des Turms, der sich durch seine bizarre gotische Form äußerte, wurde 1928 entfernt.

 
 

GPS: 40.399809, 17.637593

 
 
 
 
Close